Unsere Leidenschaft Skandinavien! Norwegen - Schweden - Nordkapp ... Polarlicht! 

NORDKAPP

Mitternachtssonne Es ist der Sommer 1999, wir machen uns auf eine lange, unbekannte Reise auf. Noch nie waren wir in Skandinavien, haben uns aber über das Internet und zahlreichen Büchern informiert. Das Straßennetz soll gut ausgebaut sein, bis auf einige Etappen, auf denen die Straßen etwas holprig sein sollen. Die Route haben wir vom ADAC ausgedruckt bekommen und das nötige Kartenmaterial erhalten.
Es liegen ca. 6800 km vor uns. Bis zum Nordkapp sind es ca. 3000 km.
Das alles mit einem 10-jährigen Kind, aber nur mit Ihr würde es klappen, denn auf der Reise heißt es viel Sitzen, ausdauernd sein und nicht nörgeln. Unsere Tochter ist ein lebenslustiges und unkompliziertes Kind, mal sehen, was uns erwartet. Wir sind voll Tatendrang, haben die Reise lange, gut geplant und Gespann fahren ist für mich nichs Neues. Hauptsache wir bekommen keine Panne, so das die Reise an irgend einem Punkt abgebrochen werden muß, das wäre ein herber Verlust. Aber wir freuen uns und es geht los.

 

UNSERE FÄHRE

Fähre TT Line Wir starten am Sonntagabend, den 17. Juni 1999 gegen 22.30 Uhr zum Fährhafen Richtung Travemünde. Die erste Etappe beginnt leider im Regen. Viel LKW- Verkehr, aber wir kommen problemlos gegen 04.00 Uhr in Travemünde an, wir können dort noch etwas schlafen, später den Hafen besichtigen und das Ein- und Auslaufen der riesigen Schiffe beobachten. Dann gegen 09.00 Uhr ist es soweit, unsere Fähre läuft ein. Wir warten auf das Verlassen der vielen Fahrzeuge und Passagiere.

 

 

 

FÄHRLUKE

Eingang Fähre TT Line Dann endlich sind wir an der Reihe, wir fahren über eine Rampe in den Schiffsrumpf, etwas mulmig ist uns schon, denn es ist steil und man hat das Gefühl mehrere Etagen hinauf zu fahren.







FÄHRE INNEN TT LINE

Travemünde Wir sind an dritter Stelle und sollen durch die Fähre fahren und drehen, dann zum Ausgang zurück und unser Gespann hier abstellen. Das heißt nicht Rangieren, denn hier ist mehr als Platz. Das Schiff ist so groß, das man in der Fähre mühelos mit einem Gespann drehen kann.

 

 

 

TRAVEMÜNDE

Travemünde Pünktlich gegen 10.00 Uhr verläßt die Fähre den Hafen von Travemünde und wir genießen einen letzten Blick auf die Stadt und den Hafen. Dann erkunden wir das Schiff und essen eine Kleinigkeit. So eine Fähre ist schon etwas besonderes, es gibt zahlreiche Sitzmöglichkeiten auf den verschiedenen Decks, sowie Restaurants. Nach dem Mittagessen gehen wir noch durch den Duty- Free Shop und warten Nachmittags auf die Ankunft in Trelleborg, Schweden.
Gegen 16.00 Uhr erreichen wir den Fährhafen von Trelleborg in Schweden. Wir sind schon einige Minuten vorher zu unserem Fahrzeugdeck zurück gegangen und hören das Anlegen des Schiffes. Das Ganze dauert einige Minuten und dann öffnet sich die gewaltige Luke. Nach und nach verlassen die Fahrzeuge die Fähre und wir betreten endlich schwedischen Boden. Die schwedischen Beamten schauen kurz in das Fahrzeug und winken uns weiter. Jetzt müssen wir höllisch aufpassen, damit wir die richtige Autobahn, E6 Richtung Stockholm erwischen. Bei Helsingborg müssen wir dann später auf die E4 wechseln, die dann bis Stockholm führt.

 

 

VÄRNAMO

Erster Stopp Wir finden uns schnell zurecht und auf gehts es Richtung Stockholm, wir wollen so weit wie möglich durch die Nacht fahren, um morgens in 550 km Entfernung, Stockholm zu erreichen, denn wir haben noch etliche Kilometer vor uns. Gegen Abend machen wir auf einem gemütlichen Rastplatz in Värnamo halt, um zu essen und ein wenig zu verschnaufen. Wir merken schon jetzt, das wir in Schweden sind. Der Verkehr ist etwas dünner besiedelt und die Landschaft ist jetzt schon großartig. Überall Seen und Wälder, die Straßen Top ausgebaut und einfach leer. Gegen 04.00 Uhr kämfe ich doch mit der Müdigkeit und wir entschließen uns auf einem Parkplatz in der Nähe einer Tankstelle 3-4 Stunden zu schlafen. Gegen 08.00 Uhr werden wir wach, ein sonniger Morgen erwartet uns. Wir frühstücken, tanken und fahren weiter. Nach einer Stunde erreichen wir Stockholm, hier ist schon mehr Verkehr, wir müssen uns wieder ein wenig in Acht nehmen, um unsere Autobahn E4 zu finden und weiter geht es über Uppsala in Richtung Sundsvall.

 

 

SUNDSVALL

Straße in Schweden Diese Autobahn E4 führt an der schwedischen Küste entlang bis nach Finnland. Der Straßenverkehr ist mit unserem nicht zu vergleichen, es ist keine Autobahn, sondern eine breite Landstraße mit Gegenverkehr und einem breitem Seitenstreifen. Bei einer Panne also kein Problem. Hier shen wir auch den gewaltigen Unterschied zu Deutschland, denn ein hinter uns fahrender Schweden, dem wir das Überholen durch Blinken signalisieren, überholt nicht. Der Schwede hat Zeit und tuckelt gemütlich mit v90 km/h hinter unserem Gespann her. Die Umgebung ist einfach traumhaft und zu späterer Stunde machen wir eine Tankpause, um zu essen und zu rasten. Trotz der Strapazen, so lang zu sitzen, ist es einfach nur unbeschreiblich schön. Immer wieder eine andere Landschaft, kein Streß oder Hektik kommen auf. Unser Zugfahrzeug schnurrt wie ein Kätzchen. Wir werden auf dem Rückweg vom Nordkapp wieder hier entlang fahren und haben dann Zeit genug, um überall länger zu bleiben. Es ist mittlerweile Dienstag, wir haben schon 1500 km von zu Hause aus zurückgelegt und holen die Karte heraus. Wir beschließen gegen 20.00 Uhr auf einem Campingplatz in der Nähe von Örnsköldsvik zu übernachten, der ca. 15 km von unserer Route abweicht.



ÖRNSKÖLDSVIK

Straße in Schweden Der Campingplatz heißt Gullvik und der Weg hat sich gelohnt. Wir werden herzlichst begrüßt und versuchen in Englisch einen Stellplatz zu reservieren und ... werden in Deutsch angesprochen, Wahnsinn, aber mit unseren Englischkenntnissen hätte wir das auch geschafft. Die schwedische Sprache müssen wir wohl irgendwann erlernen, wenn Skandinavien unseren Erwartungen entsprechen sollte. Wir suchen uns einen gemütlichen Stellplatz, Wohnwagen aufstellen und Essen kochen. Danach wollen wir ein bisschen die Gegend erkunden. Wir sehen auf die Uhr und stellen fest, das es 23.15 Uhr ist, eigentlich viel zu hell. Ja, wir müssen in Schweden sein, das ist jetzt sicher, einfach ein tolles Gefühl. Die Mitternachtssonne kommt immer näher. Nun aber ab ins Bett, denn wir wollen früh raus und weiterfahren.

 

 

 

Örnsköldsvik Örnsköldsvik  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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